MedienserviceMedieninformationen

Chinesische Delegation zeigt Interesse für Elektromobilität in Duisburg

(Duisburg, 20.05.10)

Eine Delegation aus der chinesischen Partnerstadt Wuhan interessiert sich für Elektromobilität in Duisburg und den Austausch mit der Modellregion Rhein-Ruhr. Aus diesem Anlass steht auch die Stadtwerke Duisburg AG auf dem Besuchsprogramm. Die Partnerschaft "German Chinese Sustainable Fuel Partnership" besteht seit sieben Jahren und beschäftigt sich intensiv mit dem Austausch zum Thema "Nachhaltige Brennstoffe". Den Rahmen des Besuchs bildet ein deutsch-chinesischer Workshop zum Thema "Energiequellen für Elektromobilität" und die Weltwasserstoffkonferenz 2010 in der Nachbarstadt Essen. Eingeladen wurden die Gäste aus der chinesischen Modellregion Wuhan unter anderem von der deutschen Energie-Agentur GmbH zusammen mit der Energie-Agentur NRW und dem Land Nordrhein-Westfalen. Neben Wuhan gehören insgesamt 13 Städte zum Förder-programm Elektromobilität in China, die sich mit 1000 Fahrzeugen dem Thema nähern werden. Hybridbusse, elektrische Zubringerkleinbusse sowie Kleinwagen mit Hybrid-Antrieb sind dort im Einsatz.

"Der Besuch von Vertretern unserer chinesischen Partnerstadt zeigt, dass wir mit unseren Innovations-projekten und -entwicklungen weltweit mithalten und auch voneinander lernen können", sagt Dr. Hermann Janning, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg AG.

Die Innovationsgesellschaft smartlab, die gemeinsam mit der Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft und der Stadtwerke Osnabrück AG gegründet wird, stellt im Rahmen des Besuchs ihr erstes Produkt "Ladenetz - mein Stadt-werkeverbund" vor und demonstriert, wie es praktisch funktioniert. "Ladenetz ist ein kommunales Verbundsystem zur Einführung der Elektromobilität. Über ein gemeinsames IT-System wollen wir Ladesäulen vernetzen und damit eine bundesweit nutzbare Ladeinfrastruktur für lokale Energieversorger und Stadtwerke aufbauen", erklärt Dr. Christian Becker, Vorstand der STAWAG.

Das Ziel des Verbunds "Ladenetz" ist es, eine emissionsfreie, lokale und kostengünstige Mobilität der Zukunft zu gestalten, insbesondere in den Städten und Gemeinden. Lokale Energieversorger oder Stadtwerke, die sich dem Ladenetz anschließen, haben dadurch die Möglichkeit, an Forschungs- und Entwicklungsprojekten des Bundes teilzuhaben und innovative Konzepte effizient umzusetzen. "Elektromobilität als zukunftsweisendes Geschäftsfeld wollen wir nicht nur den großen Energiekonzernen überlassen", so Janning. Partner im Ladenetz sind bislang die Stadtwerke in Aachen, Detmold, Duisburg, Osnabrück und der kommunale Versorger illwerke vkw aus dem österreichischen Vorarlberg.

Die erste europaweite Kooperation auf kommunalen Infrastrukturen im Bereich Elektromobilität ist damit bereits realisiert: Ladenetz und VLOTTE, ein E-Mobility-Projekt der illwerke vkw, arbeiten zusammen. Gemeinsam werden sie zukünftig grenzüberschreitendes Laden von Fahrstrom anbieten. Zu diesem Zweck verständigte man sich darauf, schon heute einheitliche Steckverbindungen und IT-Systeme zu verwenden. Zusätzlich steht der Austausch von Praxiserfahrungen aus den Vorreiterregionen zur Weiterentwicklung von Elektromobilität im Fokus.

"Kommunale Unternehmen müssen heute eng mit den Kommunen und lokalen Akteuren zusammen arbeiten", erläutert Dr. Stephan Rolfes, Vorstand der Stadtwerke Osnabrück AG. "Insbesondere beim Aufbau der Infrastruktur, der Einbettung in nachhaltige Mobilitäts- und Verkehrsentwicklungskonzepte sowie beim Einsatz regenerativen Fahrstroms."

Die chinesischen Gäste können sich dank der bereits entwickelten IT-Lösung für Elektromobilität vor Ort auch vom unkomplizierten Tankvorgang mit Ladekarte überzeugen und mit Elektrorollern oder Pedelecs eine Runde auf dem Campus der Stadtwerke Duisburg AG drehen.

Weiterführende Informationen:

Website www.smart-lab.de

Zurück