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Erste Duisburger Windkraftanlage geht bald ans Netz
(Duisburg, 16.04.10)
Die Stadtwerke Duisburg AG baut ihr Engagement in regenerativen Energieerzeugungsmöglichkeiten weiter aus: Die erste eigene Windkraftanlage steht kurz vor der Inbetriebnahme und wird bald ans Netz gehen, heute werden im letzten Bauabschnitt die Rotorblätter montiert. Mit einer Gesamthöhe von rund 132 Metern errichtet der lokale Energieversorger im Rahmen der Kooperation mit dem Duisburger Windkraftanlagenhersteller eviag AG auf einem Testfeld in Grevenbroich eine Windkraftanlage und unterzieht sie umfangreichen Praxistests.
„In Duisburg sind die Möglichkeiten im Bereich Windenergie sehr begrenzt, daher stellen wir unsere Windkraftanlage in Grevenbroich auf, wo die Bedingungen für Windenergie und besonders für die Vermessung wesentlich besser sind“, erklärt Dr. Edmund Baer, Technischer Vorstand der Stadtwerke Duisburg AG. „Die Kooperation ist eine Win-Win-Situation für beide Unternehmen. Sie erleichtert uns den Einstieg in das Zukunftsfeld Windenergie und die eviag AG kann sich mit uns als Referenzkunde auch anderen Stadtwerken als Partner empfehlen“, so Baer.
Im Oktober 2009 wurde der Grundstein für die umfassende Kooperation mit der eviag AG gelegt. Dr. Hermann Janning, Vorstandsvorsitzender des Energieversorgungsunternehmens, fügt hinzu: „Wir haben uns einen starken Partner gesucht, um gemeinsam Kompetenzen zu bündeln und uns im Themenfeld der erneuerbaren Energien zu positionieren.“
Das erste Projekt ist die gemeinsame Windkraftanlage im rheinischen Grevenbroich. Darüber hinaus planen die beiden Unternehmen ein regionales „Dienstleistungs-zentrum für Windkraft“ mit Sitz in Duisburg. „Wir wollen Wissen und Kompetenzen bündeln“, erklärt Wilhelm Hecking, Vorstandsvorsitzender der eviag AG, „um gemeinsame Projekte zu entwickeln und zu realisieren, gerade im Bereich Service und Wartung von Windkraftanlagen.“
„Energie aus Windkraft ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie im Bereich der erneuerbaren Energien, denn sie hat auf absehbare Zeit das größte Potenzial“, so Janning. „Mit unserer ersten eigenen Anlage in Grevenbroich steigen wir aktiv in dieses Thema ein.“ Derzeit steht Onshore-Windkraft im Fokus, perspektivisch ist auch Offshore-Windenergie eine Option für die Energieerzeugung der Stadtwerke Duisburg AG. Besonders durch Service, Wartung und Überwachung von Windkraftanlagen sollen in Duisburg neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Bei der Windkraftanlage handelt es sich um einen Prototyp, „ev2.93“, mit einer Leistung von 2 Megawatt (MW) und einer Nabenhöhe von 85 Metern, der perspektivisch etwa 1.300 Haushalte versorgen kann.
Die heutige Montage der Rotorblätter ist der letzte Bauabschnitt vor der Inbetriebnahme. Ein 96 Meter hoher Gittermastkran wird den 45 Tonnen schweren Rotorstern mit einem Durchmesser von etwa 93 Metern anbringen. Die Arbeiten für die Inbetriebsetzung der Anlage sollen Ende April abgeschlossen sein.
Die eviag AG ist seit dem Frühjahr 2008 als neuer Hersteller von Windkraftanlagen im Markt tätig. Die Produktplattform umfasst Multimegawatt-Anlagen mit einer Leistung von 2.0, 2.5 und zukünftig auch 3.0 Megawatt. Das mittelfristige Ziel des Unternehmens ist ein Verwaltungs- und Fertigungsstandort mit 200 Arbeitsplätzen in Duisburg und die Fertigung von 200 Windturbinen pro Jahr. „Mit dieser Kooperation können wir den Wirtschaftsstandort Duisburg fördern und unterstützen, und Kompetenz im Bereich Windenergie lokal bündeln“, meint Hecking.


