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Fernwärme wird günstiger: Stadtwerke Duisburg AG senkt Preise um zehn Prozent
(Duisburg, 01.07.09)
Kunden der Stadtwerke Duisburg AG müssen zum 1. Juli weniger für die Versorgung mit Fernwärme bezahlen. Das Energieunternehmen senkt seine Preise um rund zehn Prozent für alle angebotenen Fernwärme-Tarife. Bewohner eines Einfamilienhauses mit einem üblichen Jahresverbrauch von 16.300 Kilowattstunden sparen so im Jahr circa 128 Euro.
Hintergrund für die Senkung sind die Marktpreise für Heizöl und Kohle. Diese werden als Referenz für die Preisgestaltung von Fernwärme herangezogen und sind innerhalb des Zeitraums, der als Berechnungsgrundlage gilt, gefallen.
„Mit der Senkung bauen wir unsere Position als einer der preisgünstigsten Fernwärmeanbieter in Deutschland weiter aus", erklärt Dr. Hermann Janning, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg AG. So hatte kürzlich die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WIBERA Wirtschaftsberatung AG in einer bundesweiten Umfrage bei 171 Energieunternehmen ermittelt, dass die Stadtwerke Duisburg zu den sieben Fernwärmeanbietern zählen, die deutlich preiswerter sind als der Durchschnitt.
Das Fernwärmenetz der Stadtwerke Duisburg AG hat eine Länge von 312 Kilometer. An dieses Netz sind rund 6.000 Hausstationen angeschlossen, über die etwa 40.000 Haushalte mit Fernwärme versorgt werden. Dies entspricht einem Anteil von 20 Prozent am Duisburger Wärmemarkt. In 2008 erzeugten die drei Heizkraftwerke der Stadtwerke Duisburg 738 Millionen Kilowattstunden Fernwärme und 2.709 Millionen Kilowattstunden Strom.
Hintergrund
Günstiger Primärenergiefaktor
Die Fernwärme der Stadtwerke Duisburg zeichnet sich im Vergleich zu Heizöl und Erdgas durch einen deutlich niedrigeren Primärenergiebedarf aus. Der Primärenergiebedarf berücksichtigt neben dem Endenergiebedarf für Heizung und Warmwasser auch die Verluste, die von der Gewinnung des Energieträgers an seiner Quelle über Aufbereitung und Transport bis zum Gebäude und der Verteilung, Speicherung im Gebäude anfallen. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) bestimmt für den Primärenergiebedarf Obergrenzen, die bei der Gebäudeerrichtung eingehalten werden müssen. Mit einem Primärenergiefaktor von 0,184 (im Vergleich: Heizöl/Erdgas 1,1) wirkt sich der Primärenergiebedarf der Duisburger Fernwärme positiv im Energieausweis einer Immobilie aus.
Der niedrige Primärenergiefaktor resultiert aus dem Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung, das in den Kraftwerken der Stadtwerke Duisburg angewendet wird. Hierbei wird die bei der Stromerzeugung anfallende Prozesswärme verwendet, um gleichzeitig Fernwärme als Heizenergie zu erzeugen. Die Primärenergie wird so wesentlich effizienter genutzt.


