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Frischer Wind für Duisburg
(Duisburg, 25.06.10)
Einweihung der ersten Windkraftanlage der Stadtwerke Duisburg
Die Stadtwerke Duisburg AG und die eviag AG weihen am 25. Juni das erste Exemplar der Windkraftanlagen-Baureihe "ev2.93" ein, die auf einem Testfeld in Grevenbroich steht. Der lokale Energieversorger baut so das Engagement in regenerative Energieerzeugungsmöglichkeiten weiter aus. Der Duisburger Windkraftanlagenhersteller (eviag AG) baut mit dem Prototyp seine Anlagenpalette weiter aus. Die Windkraftanlage mit einer Gesamthöhe von 132 Meter wurde im April aufgebaut und im Mai in Betrieb genommen. Zusammen mit Gästen aus Politik und Wirtschaft gibt die Ministerin für Wirtschaft, Energie und Mittelstand des Landes Nordrhein-Westfalen, Christa Thoben, den offiziellen Startschuss für den Anlauf der 2-Megawatt-Anlage. In den nächsten acht Jahren wird die Windkraftanlage umfangreichen Praxistests unterzogen.
"In Duisburg sind die Möglichkeiten im Bereich Windenergie bekanntlich begrenzt. Daher stellen wir unsere Windkraftanlage in Grevenbroich auf, wo die Bedingungen für Windenergie besser sind und die notwendigen Voraussetzungen für die Vermessungen existieren", erklärt Dr. Hermann Janning, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg AG. Besonders wichtig ist für den Energiedienstleister dabei, eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Duisburger Hersteller. "Die Kooperation ist eine Win-Win-Situation für beide Unternehmen. Sie erleichtert uns einen schnellen Einstieg in das Zukunftsfeld Windenergie und die eviag AG kann sich mit uns als Referenzkunde auch anderen Stadtwerken als Partner empfehlen", so Janning. Darüber hinaus wird der Duisburger Windkraftanlagenhersteller so bei der Erprobung des Prototyps unterstützt.
Im Oktober 2009 wurde der Grundstein für die Zusammenarbeit mit der eviag AG gelegt. Wilhelm Hecking, Vorstandsvorsitzender der eviag AG, fügt hinzu: "Der gemeinsame Bau und Betrieb der Windkraftanlage in Grevenbroich ist unser erstes gemeinsames Projekt." Darüber hinaus planen die beiden Unternehmen ein Zusammenarbeit bei Wartung und Service von Windkraftanlagen. Mitarbeiter der Stadtwerke Duisburg AG werden an der Windkraftanlage in Grevenbroich in diesen Bereichen geschult. "Wir wollen Wissen und Kompetenzen bündeln und voneinander lernen, um gemeinsame Projekte zu entwickeln und zu realisieren", so Wilhelm Hecking.
"Energie aus Windkraft ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie im Bereich der erneuerbaren Energien, denn sie hat auf absehbare Zeit das größte Potenzial", so Janning. "Mit unserer ersten eigenen Anlage in Grevenbroich steigen wir aktiv in dieses Thema ein und positionieren uns im Zukunftsfeld erneuerbare Energien. Dafür haben wir mit der eviag AG den richtigen Partner an unserer Seite."
Derzeit steht Onshore-Windkraft, Windkraftanlagen auf dem Festland, im Fokus - perspektivisch ist auch Offshore-Windenergie eine Option für die Energieerzeugung der Stadtwerke Duisburg AG.
Technische Details
Die Windkraftanlage Prototyp "ev2.93" hat eine Nabenhöhe von 85 Metern und der Rotor umfasst einen Durchmesser von 90 Metern, jeder einzelne Flügel ist 45 Meter lang. Rund 200 Tonnen Stahl wurden verbaut, das Fundament umfasst 330 Kubikmeter Beton. Mit dieser Anlage werden perspektivisch rund um die Uhr etwa 1.300 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgt. Die 2 Megawatt-Anlage erzeugt jährlich eine durchschnittliche Energiemenge von 5,1 Millionen Kilowattstunden. Dadurch werden der Atmosphäre etwa 4.000 Tonnen Kohlendioxid im Jahr erspart. "Es ist unsere Idee, mit ökologisch verträglicher Energieerzeugung, ökonomische Mittel zu generieren, die wiederum helfen, ökologische Projekte voranzutreiben", fasst Janning zusammen.
Die eviag AG ist seit dem Frühjahr 2008 als neuer Hersteller von Windkraftanlagen im Markt tätig. Die Produktplattform umfasst Multimegawatt-Anlagen mit einer Leistung von 2, 2,5 und zukünftig auch 3 Megawatt. Das mittelfristige Ziel des Unternehmens ist ein Verwaltungs- und Fertigungsstandort mit 200 Arbeitsplätzen in Duisburg und die Produktion von 200 Windturbinen pro Jahr. "Mit dieser Kooperation können wir den Wirtschaftsstandort Duisburg fördern und unterstützen und Kompetenz im Bereich Windenergie lokal bündeln", meint Hecking.


