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Intelligente Energielösungen für Kunden in der Neubausiedlung "Angerbogen": Pilotprojekt Smart Metering der Stadtwerke Duisburg geht in die zweite Runde

(Duisburg, 30.08.10)

Intelligente Stromzähler helfen den Kunden, ihren aktuellen Stromverbrauch im Blick zu haben - das spart Geld und schont die Umwelt. Auch die Stadtwerke Duisburg AG testet in einem Feldversuch sogenannte Smart Meter. In vier Schritten werden ausgewählte Kundengruppen mit neuen Zähler ausgestattet, die den Kunden einen genauen Überblick über ihren Stromverbrauch geben. Ab September werden alle ausgewählten Kunden der Stadtwerke Duisburg wohnhaft in der Neubausiedlung "Angerbogen" in Huckingen Smart Meter angeboten. Im weiteren Verlauf können die Kunden auch zeitvariable Tarife testen. "Mit den Ergebnissen aus dem Pilotprojekt als Basis wollen wir in Zukunft intelligente und innovative Produkte für alle unsere Kundengruppen anbieten", so Johannes Gösling, Leiter Vertrieb der Stadtwerke Duisburg AG. "Ebenso sollen Kunden die Chance bekommen, neue Technologien kennenzulernen und davon zu profitieren." 

Im September 2010 werden erste Zähler in einer Siedlung in Homberg eingebaut, Technik und Kommunikationswege der neuen Zählergeneration stehen dabei auf dem Prüfstand. Zum Ende des Jahres sollen dann knapp 250 intelligente Zähler in Huckinger Haushalten installiert werden; neben den Stromzählern auch neue Gas- und Wasserzähler. Die ausgewählten Kunden werden per Anschreiben Anfang September über das Projekt informiert und können dann einer Teilnahme an dem Feldversuch zustimmen. Die Kunden haben so die Möglichkeit, umfangreiche und aktuelle Daten über ihren Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit zu erhalten - wann sie wie viel Strom, Gas und Wasser verbrauchen. Die alten Zähler werden für die Kunden kostenlos ausgebaut und ausgetauscht. Das bis Ende 2012 laufende Pilotprojekt umfasst den Einsatz von etwa 1.000 modernen, elektronischen Zählern in Duisburg. 

"Wir werden unterschiedliche Techniktests durchführen, um die Sicherheit zu gewährleisten, Prozesse zu optimieren und unterschiedliche Kommunikationswege zu erproben", erklärt Tino Schmelzle, als Geschäftsführer der Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft mbH verantwortlich für den Messstellenbetrieb.  

Die neu eingebauten Zähler sind fernauslesbar und erfassen, nach Einwilligung des Kunden, alle 15 Minuten Verbrauchswerte, die auch zeitnah an diesen weitergegeben werden. Mit den neuen Zählern können Energiedienstleister, wie die Stadtwerke Duisburg, genauer auf Bedürfnisse und Nutzwert für die Kunden eingehen und individuelle Energieprodukte anbieten. Die Tarife sollen zukünftig so gestaltet sein, dass sie Anreize zur Einsparung oder Steuerung des Energieverbrauches setzen - insbesondere  tageszeitvariable Tarife. Mit einem Online-Kundenkonto auf der Website der Stadtwerke Duisburg AG (www.stadtwerke-duisburg.de) und den dort einsehbaren tagesaktuellen Verbrauchswerten, erhalten auch die Pilotkunden selbst einen transparenten Überblick über ihren Verbrauch und haben die Möglichkeit aktiv Energie einzusparen.  

"Für uns als lokaler Energiedienstleister sind die Erfahrungen der Kunden besonders wichtig, damit wir daraus lernen können", erklärt Johannes Gösling aus Sicht des Vertriebs. Die Sicht des Messstellenbetreibers beleuchtet Tino Schmelzle: "Für die Weiterentwicklung der Produkte und Netze benötigen wir zusätzlich die Erkenntnisse aus Erfassung, Übermittlung und Auswertung der Verbrauchsdaten." 

Hintergrund Smart Metering 

Smart Meter sind ein Baustein der sogenannten intelligenten Stromnetze (engl. Smart Grid) für verbesserte Energielösungen. Smart Grid umfasst die kommunikative Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern, Speichern, elektrischen Verbrauchern und Netzbetriebsmitteln im Rahmen der Elektrizitätsversorgung. Eine Überwachung und Optimierung aller miteinander verbundenen Bestandteile ist dadurch möglich. 

Ein intelligenter Zähler (auch Smart Meter genannt) ist ein elektronischer Energieverbrauchszähler mit dem es über eingebaute Kommunikationsmodule möglich ist, die erfassten Verbrauchswerte in kurzen Abständen vom Energieversorgungsunternehmen über die Ferne auszulesen. Diese verbesserte Messeinrichtung dient besonders dem Kunden, da er einen Überblick über sein Verbrauchsverhalten erhält und später vom Energiedienstleister auf maßgeschneiderte Produkte oder Tarife zugreifen kann. 

Die alten herkömmlichen Stromzähler addieren schlicht Kilowattstunde um Kilowattstunde. Sie differenzieren in der Regel nicht nach unterschiedlichen Zeiten oder Tarifen.

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