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Investition in die Zukunft: Stadtwerke Duisburg AG plant Kraftwerkserweiterung in Wanheim

(Duisburg, 21.11.08)

Die Stadtwerke Duisburg AG plant den Ausbau des Heizkraftwerks in Duisburg-Wanheim. Das Energieversorgungsunternehmen will einen zwei- bis dreistelligen Millionenbetrag in eine weitere Gasturbinenanlage investieren. Dadurch soll sich die Leistung von derzeit 280 auf 400 Megawatt erhöhen. Entsprechende Planungen genehmigte der Aufsichtsrat der Stadtwerke Duisburg im Oktober; derzeit erfolgt die europaweite Ausschreibung.

"Mit dem Ausbau des Heizkraftwerks stärken wir die Versorgungssicherheit der Region und investieren in die Zukunft unseres Unternehmens", sagt Dr. Edmund Baer, für den Bereich Technik zuständiger Vorstand der Stadtwerke Duisburg AG. Die steigende Nachfrage nach Energie verlangt eine effiziente Stromerzeugung, um die Versorgung der Bevölkerung langfristig und so preiswert wie möglich zu sichern. Eine leistungsfähige und engpassfreie Energieversorgung ist zudem eine wichtige Voraussetzung für die wachsende städtebauliche Entwicklung in Duisburg. "Als regionaler Energiedienstleister stehen wir hier in einer besonderen Verantwortung", betont der Technikchef.

Sichere Versorgung von bis zu 250.000 Haushalten

Das Heizkraftwerk (HKW III) in Wanheim ist ein wichtiger Baustein für die Stromversorgung in Duisburg. Es produziert im Jahr 1,3 Milliarden Kilowattstunden Strom; das entspricht einer Versorgung von etwa 250.000 Haushalten. Das Kraftwerk erzeugt zudem über 640 Millionen Kilowattstunden Fernwärme - umweltschonende Heizenergie für etwa 60.000 Haushalte. Die Fernwärme - bis zu 110 Grad Celsius heißes Wasser - wird durch isolierte Spezialleitungen in das Stadtgebiet transportiert.

Vorausschauende Planung ermöglicht kurze Bauzeiten

 "Bereits beim Bau des Kraftwerkblocks HKW III B vor sechs Jahren hat die Stadtwerke Duisburg AG zukunftsorientiert geplant und ausreichend Kapazitäten für einen späteren Ausbau an diesem Standort geschaffen", erläutert Dr. Baer. "Diesen können wir nun kurzfristig realisieren und Zeit und Geld sparen." Baer weiter: "Ich gehe davon aus, dass wir im Sommer 2009 die Angebote auswerten und mit den Ergebnissen in die abschließende Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gehen können." Die Kraftwerkserweiterung soll anschließend bis Ende 2012 realisiert werden.

Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz

Mit dem Ausbau des Kraftwerks im Duisburger Süden setzt der Energiedienstleister nicht nur auf zusätzliche Versorgungskapazitäten. Das Projekt leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: Das Kraftwerk in Wanheim funktioniert nach dem Prinzip der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung. Hierbei wird die bei der Stromerzeugung anfallende Prozesswärme genutzt, um Fernwärme als Heizenergie zu erzeugen. "Wir wenden Kraft-Wärme-Kopplung seit Jahrzehnten in unseren Kraftwerken an und erzielen damit hohe Wirkungsgrade", betont Dr. Baer, der sich als Vorstandsmitglied des Verbands Cogen Europe europaweit für die Förderung dieser Energieerzeugung einsetzt. Zudem fällt bei der Verbrennung von Erdgas zum Antrieb der Turbinen deutlich weniger klimaschädigendes Kohlendioxid an als bei anderen fossilen Energieträgern.

Hintergrund

Das Heizkraftwerk im Stadtteil Wanheim besteht aus zwei Blöcken. Bereits 1972 wurde der erste Anlagenteil HKW III A in Betrieb genommen. Dieser hat nach mehreren Umbauten und Nutzung der Dampfturbine für den Block HKW III B heute eine elektrische Leistung von 40 Megawatt und eine Fernwärmeleistung von 80 Megawatt. Der neuere Anlagenteil HKW III B ist seit Dezember 2005 in Betrieb. Er ist die derzeit modernste Anlage des Energieversorgers zur Erzeugung von Strom und Fernwärme. Zwei Gasturbinen und eine Dampfturbine - die Turbine des früher größeren Blocks HKW III A - erzeugen insgesamt rund 240 Megawatt Strom und 167 Megawatt Wärme. Ein besonderer Clou: Die drei Schornsteine des Kraftwerkblocks sind mit Photovoltaikelementen verkleidet, die Licht in Strom umwandeln. Diesen stellen die Stadtwerke Duisburg sozialen Einrichtungen und Projekten kostenlos zur Verfügung.

Die Stadtwerke Duisburg AG betreibt insgesamt drei Heizkraftwerke, eines in Wanheim (HKW III) und zwei im Stadtteil Hochfeld (HKW I und HKW II). 2007 wurden in Duisburg 2,5 Milliarden Kilowattstunden Strom und 670 Millionen Kilowattstunden Fernwärme produziert.

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