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Umweltbericht DVV 2009 (1.987 KB)
Ökologische Verantwortung übernehmen: Bericht stellt Umwelt-Engagement der DVV vor
(Duisburg, 16.10.09)
Als lokales Unternehmen fühlt sich die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) den Menschen in der Stadt eng verbunden. Das schließt über die Versorgung mit Energie und die Bereitstellung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) hinaus auch den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt ein. In welchen Bereichen die DVV in den vergangenen Jahren diese Verantwortung wahrgenommen hat, stellt der aktuelle Umweltbericht des Konzerns vor.
"Für die DVV und ihre Unternehmensbereiche gilt: Umweltgerecht zu handeln, ist und bleibt ein wesentliches Kriterium unserer Arbeit", betont Dr. Edmund Baer, Mitglied der Geschäftsführung des Multi-Dienstleistungskonzerns. "Nur wenn wir langfristig denken und nachhaltig handeln, können wir uns auf Dauer am Markt behaupten. Somit ist der schonende Umgang mit Umwelt und Ressourcen nicht nur ein gesellschaftliches Anliegen, sondern auch Teil unserer Unternehmensstrategie und der Positionierung im Wettbewerb. Dies wollen wir mit der Veröffentlichung des Umweltberichts unterstreichen."
Umweltschutz ist Teil der Unternehmensstrategie
Auf rund 40 Seiten zeigt die Broschüre, wie die DVV aktiven Umweltschutz betreibt und wie dieser in den Kerngeschäftsfeldern, Energie und Verkehr, verankert ist. "Wir praktizieren nicht nur betrieblichen Umweltschutz, sondern Umweltschutz geht bei uns mit unseren umweltfreundlichen Produkten einher", so Baer. Im ÖPNV zeigt sich die ökologische Verantwortung des Konzerns beispielsweise in der umweltschonenden Reinigung der Fahrzeuge. In der Waschanlage für Busse und Firmenfahrzeuge im Betriebshof Unkelstein der DVV-Tochter Werkstatt und Fuhrpark Duisburg GmbH wird eine biologische Abwasserreinigung eingesetzt. Mit diesem innovativen System gelingt es dem Unternehmen den gesetzlich vorgegebenen Grenzwert von 20 Milligramm Kohlenwasserstoff pro Liter Wasser mit 0,3 Milligramm deutlich zu unterschreiten.
Bei der Reinigung der Fahrzeuge und bei Werkstattarbeiten wird das genutzte Wasser mit Öl und Reinigungsmitteln verschmutzt. Damit das Wasser wieder bedenkenlos in die Kanalisation geleitet werden kann, installierte die WFD im Jahr 2005 eine neue Reinigungsanlage, in der ölabbauende Bakterien das Wasser säubern. Auch der hohe Wartungsaufwand und die Kosten für Frischwasser konnten deutlich reduziert werden. Aufgrund dieser erfreulichen Zahlen haben auch andere Unternehmen aus dem Stadtgebiet bereits Interesse für die innovative Technologie der Anlage bekundet.
Zum Hintergrund: An einem sogenannten Waschtag fahren rund 120 Busse durch die Anlage. Für jeden Waschgang werden gut 300 Liter Wasser verbraucht. Bei der Reinigung wird ein Kreislaufsystem mit Brauchwasser verwendet, das in vier Stufen eingeteilt ist: die Vorklärung, die biologische Behandlung, die Nachklärung und die Brauchwasservorlage. In der Vorklärung setzen sich feste Bestandteile wie Sand und Lehm nach unten ab und werden dort mittels eines Siebes abgeschieden. In der biologischen Stufe befinden sich Bakterien, die Öl und Reinigungsmittel biologisch abbauen. Die Nachklärung scheidet letzte Feststoffe aus dem gereinigten Abwasser ab. Dieses wird dann anschließend als Brauchwasser wieder eingesetzt. Nur etwa zehn Prozent "Schleppwasser" bleibt an den Bussen hängen, welches durch Frischwasser ersetzt werden muss. Und so schließt sich der Kreislauf.
Dr. Edmund Baer ergänzt: "Neben solchen Maßnahmen ist ein gut ausgebautes Bus- und Bahn-Netz bereits selbst ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz". So sorgt die DVG mit einem engmaschigen Verkehrsnetz flächendeckend für Mobilität, entlastet die Straßen vom Individualverkehr und schont somit die Umwelt.
Weiterhin stellt der Bericht das Engagement der Tochtergesellschaft Stadtwerke Duisburg AG (SWDU) zum Beispiel im Bereich der Energieerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung vor. Diese kommt in allen drei Heizkraftwerken des Unternehmens zur Anwendung. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird der bei der Stromproduktion entstehenden Dampf genutzt, um gleichzeitig Wärme zu erzeugen. Bis zu 90 Prozent der eingesetzten Energie können bei diesem Verfahren verwertet werden. Für die Umwelt entstehen gleich mehrere positive Effekte: Die Abwärme wird nicht mehr einfach "nach draußen" abgegeben, wo sie negative Auswirkungen auf Flora und Fauna haben kann. Außerdem wird bei der Kraft-Wärme-Kopplung deutlich an Rohstoffen gespart, da diese effizienter genutzt werden.
Vielfältiges Engagement im gesamten Konzern
Weitere Themenschwerpunkte des Berichts sind die Beratungsleistungen der SWDU zum Energiesparen im Rahmen des e2-Programms sowie Maßnahmen zum sicheren Umgang mit Gefahrstoffen und zur Verwertung von Abfällen. Darüber hinaus stellt die DVV die Kooperationsinitiative mit der Landwirtschaft zum Gewässerschutz vor.
Interessierte Leser haben die Möglichkeit per E-Mail unter umweltschutz@dvv.de oder per Telefon unter 0203 604-2500 ein eigenes Exemplar zu bestellen.


