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Wind und Wetter sicher trotzen – Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft sorgt mit sanierten Strommasten für eine zuverlässige Versorgung
(Duisburg, 11.10.08)
Versorgungssicherheit im Bereich Strom, Wasser und Wärme hat für die Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft mbH höchste Priorität. Das Unternehmen investiert daher konsequent in den Erhalt und die Modernisierung seiner Netze. Aktuell saniert die Tochtergesellschaft der Stadtwerke Duisburg AG für rund eine Million Euro insgesamt elf Hochspannungsmasten im Stadtteil Homberg. Diese werden so instandgesetzt, dass sie auch weiterhin extremen Belastungen durch Wind, Schnee und Eis zuverlässig standhalten.
„Mit der Modernisierung sorgen wir dafür, dass wir die hohe Qualität der Stromversorgung auch in Zukunft sicherstellen können“, erklärt Diplom-Ingenieur Paul Düperthal, Geschäftsführer der Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft. Der Sanierung von oberirdischen Leitungsnetzen und insbesondere Hochspannungsmasten kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Im Winter 2005 kam es im Münsterland zu großflächigen Stromausfällen, da Leitungsmasten eines Netzbetreibers unter der Last von großen Schnee- und Eismengen sowie starken Windböen zusammengebrochen waren. In den Masten war sogenannter Thomasstahl verbaut. Wie im Nachhinein festgestellt wurde, neigt dieser alterungsbedingt zu Sprödigkeit und verliert somit seine Elastizität und mechanische Belastbarkeit.
„Wir haben dies zum Anlass genommen, unsere Masten genau zu untersuchen“, sagt Alfred Hümmer, Ingenieur für Stromnetze bei der Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft. „Dabei haben wir festgestellt, dass bei bestimmten Komponenten Thomasstahl verbaut wurde.“ Seit Anfang September tauscht der Netzbetreiber nun die entsprechenden Bauteile aus. Hümmer: „Hierbei handelt es sich um eine reine Vorsorgemaßnahme. Wir stellen den ursprünglichen mechanischen Zustand der Masten wieder her, um sicher zu sein, dass es zu keinen Problemen bei extremen Wetterlagen kommt. Dadurch leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Zuverlässigkeit der Stromversorgung im Großraum Duisburg.“
Bei der Instandsetzung, die ein Fremdunternehmen im Auftrag durchführt, kommt schweres Gerät für die Arbeiten in luftiger Höhe zum Einsatz: So transportiert ein 50 Tonnen schwerer Kran große Stahltraversen mit einem Gewicht von rund 1,3 Tonnen auf eine Höhe von bis zu 31 Meter. Dort werden sie dann von den Mitarbeitern des Sanierungsunternehmens am Mast montiert. Die Versorgung der Stadt wird durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt, da der Strom über andere Netzabschnitte umgeleitet wird. Bis Ende November soll die vollständige Sanierung der Masten abgeschlossen sein.
Hintergrund: Das Hochspannungsnetz der Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft
Insgesamt 110 Kilometer lang ist das Hochspannungsnetz der Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft. Rund 98 Prozent befinden sich dabei unter der Erde. Lediglich auf einer Strecke von ca. drei Kilometern im Stadtteil Homberg wird der Strom über elf Hochspannungsmasten geleitet. Diese haben eine Höhe von je 36,5 Meter und verbinden die beiden Umspannwerke Schauenstraße und Homberg, die die linksrheinischen Stadtteile von Duisburg mit Strom versorgen.
Der Strom im Hochspannungsnetz der Stadtwerke Duisburg Netzgesellschaft hat eine Spannung von bis zu 110.000 Volt. Erzeugt wird er in den Kraftwerken der Stadtwerke Duisburg AG in Hochfeld und Wanheim. Darüber hinaus ist das örtliche Netz im Westen und im Nordosten der Stadt an das überregionale Versorgungsnetz angeschlossen, über das sowohl zusätzlicher Strom eingespeist, aber auch Energie abgegeben werden kann. Der Hochspannungsstrom wird zunächst in den Umspannwerken auf 10.000 Volt und in weiteren kleineren Netzstationen in den Stadtteilen auf die vom Endverbraucher benötige Spannung von 230 Volt transformiert.
Das Stromnetz ist so konzipiert, dass es höchste Versorgungssicherheit bietet: „Bei Ausfall eines Netzstrangs können wir sofort auf einen anderen umschalten, um die Stromversorgung zu gewährleisten“, macht Hümmer deutlich.


